Jede Stimme zählt! Es liegt an uns!

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Trinkwasser ohne Pestizide und Antibiotika

Trinkwasserinitiative hat über 70000 Unterschriften- nach nur 3 Monaten. Unsere Forderung, dass die Subventionen nur noch in Landwirtschaftsbetriebe investiert werden sollen, welche unsere Gewässer, das Trinkwasser und die Gesundheit von Mensch und Tier respektieren und nicht gefährden, stösst in der Bevölkerung immer mehr auf offene Ohren.
Uns ALLEN ist es in den letzten 5 Monaten gelungen 70 118 Unterschriften zu sammeln – mit eurer Hilfe ist das Ziel (100000) in Reichweite.
Ein starkes Zeichen für unsere Initiative, ich danke euch ganz herzlich, dass ihr dies möglich macht!

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Die Initiative fordert, dass Subventionen nur noch an Landwirtschaftsbetriebe ausgerichtet werden, die durch ihre Produktion die Umwelt und dadurch auch…
wecollect.ch

Delegiertenversammlung SFV vom 10.6.2017, Pestizide: Fischer haben die Nase voll!

Delegiertenversammlung SFV vom 10.6.2017, Pestizide: Fischer haben die Nase voll!

Der Schweizerische Fischerei-Verband SFV und die angeschlossenen Verbände wollen nicht länger akzeptieren, dass ein unglaublicher Cocktail von Pestiziden und Herbiziden Bäche, Flüsse und Seen vergiften und das Trinkwasser gefährden. Die Delegiertenversammlung des SFV in Altendorf SZ verabschiedete eine Resolution mit klaren Forderungen: endlich Kontrollen durch die Behörden und Unterstützung der Unterschriftensammlung der Anti-Pestizid-Volksinitiativen.

„Seit Jahren kritisieren wir die Belastung des Lebensraums im und am Wasser durch Herbizide und Pestizde“, sagte Roberto Zanetti, Zentralpräsident des Schweizerischen Fischerei-Verbandes und Solothurner Ständerat. „Aber nichts geschieht, einfach nichts.“ Dabei seien die gesetzlichen Grundlagen klar. Es gebe genau definierte Sicherheitsabstände, die beim Austragen von Pestiziden und Herbiziden eingehalten werden müssten.

 

Behörden: Kontrollieren – aber subito!

Die Fischer haben die Nase voll. Deshalb verabschiedete die Delegiertenversammlung eine Resolution. Darin werden die Behörden des Bundes und der Kantone aufgefordert, die Einhaltung der Abstandsvorschriften zu kontrollieren und zu sanktionieren. „Grosse Teile der Landwirtschaft kümmern sich einen Deut um die Abstandsvorschriften“, heisst es in der Resolution. Das habe man seit Jahren tatenlos hingenommen. Das Bundesamt für Landwirtschaft und die kantonalen Landwirtschaftsämter werden vom SFV darum aufgefordert endlich zu tun, was ihr gesetzlicher Auftrag ist: „Kontrollieren und sanktionieren – und zwar subito“.

 

Volkinitiativen unterstützen

Die Fischer haben aber die Nase vom bisherigen Larifari definitiv voll – und verlangen eine Korrektur in der Landwirtschaftspolitik. Wörtlich heisst es in der Resolution:  „Die Schweizer Landwirtschaft kann nicht auf der einen Seite Milliarden an öffentlichen Geldern kassieren und auf der andern Seite die Umwelt systematisch kaputt machen und damit Mensch und Tier gefährden.“  Der Schweizerische Fischerei-Verband unterstützt deshalb die Unterschriftensammlung der zwei laufenden Volksinitiativen, die eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik ohne schädliche Pestizide und Herbizide fordern.

Pestizid-Reduktionsplan Schweiz

Pestizid-Reduktionsplan Schweiz

Breites Bündnis für eine starke Reduktion des hohen Pestizideinsatzes in der Schweiz.

Der Pestizid-Reduktionsplan basiert auf einer systematischen Situationsanalyse in der Schweiz und auf Erfahrungen aus anderen Ländern, die bereits einen Aktionsplan zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln erarbeitet haben. Bei der Analyse zeigte sich, dass die Schweiz zu den Ländern mit einem besonders hohen Pestizideinsatz gehört. Überschreitungen gesetzlicher Vorgaben sind alltäglich. Weit über 100 unerwünschte Stoffe werden regelmässig in Gewässern festgestellt. Die Schweiz zählt, was die Transparenz und Datenlage beim Pestizideinsatz anbelangt, zu den europäischen Schlusslichtern. Die Auswirkungen des Pestizideinsatzes auf die Biodiversität, die menschliche Gesundheit und den Boden sind nur sehr bruchstückhaft bekannt; die eingegangenen Risiken dementsprechend hoch. Die Untersuchung ergab auch, dass ein hoher Pestizideinsatz oft nicht wirtschaftlich ist.

Der Pestizideinsatz liesse sich bis 2020 um über 50% reduzieren. Dies geht aus einem heute veröffentlichten Pestizid-Reduktionsplan von Vision Landwirtschaft hervor, dessen Forderungen von einem breiten Bündnis aus Landwirtschafts-, Trinkwasserversorger-, Gewässerschutz-, Umwelt-, Gesundheits- und Konsumentenkreisen mitgetragen werden. Der Pestizid-Reduktionsplan zeigt machbare Alternativen zur heutigen Verwendung von Pestiziden auf und ergänzt damit den Aktionsplan Pflanzenschutzmittel, den der Bundesrat in den nächsten Wochen in die Vernehmlassung senden wird.

Wie sieht es mit den Thurgauer Gewässern aus? Die Datenlage ist nicht sehr “dicht”, zeigt aber doch gewisse negative Schwerpunkte bei den Fliessgewässern auf. Das Amt für Umwelt kann aus Ressourcengründen nur ein Einzugsgebiet pro Jahr untersuchen. Die sieben gewählten Messgrössen sind in ihrer Detaillierung zum Teil auch noch “etwas unscharf”!