Initiative: Pestizidverbot in der Schweiz

Initiative: Pestizidverbot in der Schweiz
Es gibt nichts Gutes – ausser man tut es

Hier setzt die Initiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» an: Chemisch hergestellte Pestizide sollen ohne Ausnahme verboten werden.
Die Fischer und deren Organisationen haben, nicht zuletzt aufgerufen durch «Petri-Heil», wesentlich dazu beigetragen, die Initiative zu finanzieren.
Jetzt gilt es, die nötigen 100 000 Unterschriften für eine Volksabstimmung möglichst schnell zu sammeln. Helfen Sie mit, unterschreiben Sie, überzeugen Sie Ihre Freunde, Nachbarn, Mitarbeiter!
Nur so können wir eine nachhaltige und hoffentlich wieder ertragreiche Fischerei in sauberen Gewässern in Zukunft sicherstellen.

Unterschriftenbögen herunterladen

Gesetz über den Wasserbau und den Schutz vor gravitativen Naturgefahren (WBSNG)“

Gesetz über den Wasserbau und den Schutz vor gravitativen Naturgefahren (WBSNG)“

Folgendes Email ging an unsere Volksvertreter

Sehr geehrte Damen
Sehr geehrte Herren
Am 1. März 2017 debattieren Sie über das „Gesetz über den Wasserbau und den Schutz vor
gravitativen Naturgefahren (WBSNG)“. Erlauben Sie mir bitte an dieser Stelle einige kurze Bemerkungen zum Thema.

  • Im Jahr 2006 wurde die Volksinitiative „lebendiges Wasser“ u.a. vom Schweizerischen Fischereiverband zum Schutz unsere Gewässer mit 162‘511 Unterschriften eingereicht.
  • Im Jahre 2009 wurde ein indirekter Gegenvorschlag zur Volksinitiative unter Beteiligung der Initianten und weitere Verbände (u.a. Schweizerischer Bauernverband) erarbeitet. Woraufhin die Initiative zurückgezogen wurde. Ein wichtiger Eckpfeiler des Gegenvorschlags war die Definition und die Ausweisung der Gewässerräume.
  • Seit einiger Zeit sind nun Bestrebungen im Gange, diesen Gegenvorschlag auf kantonaler Ebene zu verwässern und auszuhöhlen.

Ich möchte Sie bitten bei der Eintretensdebatte zu bedenken, dass das bestehende Bundesrecht auf einer zurückgezogenen Volksinitiative beruht. Zum Wohle unserer schon übermässig belasteten Gewässer bitte ich Sie die eidgenössische Gesetzgebung im Sinne der Initianten umzusetzen.

Christoph Maurer
Präsident Fischereiverband Thurgau
www.fvtg.ch

Aquakultur in Netzgehegen – Felchenmast im Bodensee

Aquakultur in Netzgehegen – Felchenmast im Bodensee

Der Verband unterstützt die Kollegen aus Deutschland in ihrem Bemühen die Aquakultur von Felchen im Bodensee zu verhindern. Aktuell werden auf Deutscher Seite (Baden – Württemberg) grosse Anstrengungen unternommen, um eine Fischmast von Felchen in Netzgehegen zu ermöglichen. Es sollen 400 bis 500 t pro Jahr “produziert” werden.

Warum braucht es eine solche Massentierhaltung im See, wenn bereits ein Naturprodukt von weit aus besserer Qualität zur Verfügung steht? Wie sieht es mit der Belastung von Fischkot, Parasiten, Medikamenten etc. aus? Bitte informiert Euch. Beiliegend der Brief (Entwurf), den der Vorstand ebenfalls mitunterzeichnet hat.

Verschmutzung der Lützelmurg (2. Teil)

Verschmutzung der Lützelmurg (2. Teil)

Aadorf – Zwischen Weihnachten und Neujahr kam es im Bereich zwischen dem Bahnhof und der Kläranlage Aadorf zu einer erheblichen Verschmutzung der Lützelmurg.

Der Abwasserzweckverband Lützelmurgtal bedauert den Vorfall ausserordentlich und übernimmt die volle Verantwortung. Wie es genau dazu kommen konnte, wird derzeit noch ermittelt. Damit solche gravierenden Verschmutzungen möglichst verhindert werden können, prüft der Verband im Rahmen des Projektes Generelle Abwasserplanung und der Sanierung der Sonderbauwerke entsprechende Massnahmen. Der Wiederaufbau mit Lebewesen in der Lützelmurg wird gemeinsam mit den Fachleuten (Biologen, Fischerei, Gewässer) über die nächsten Monate und möglicherweise Jahre begleitet.

Liste der Medienbericht zum Thema

Nachfolgende Fotos stammen von unserem Mitglied Jan van Rooijen, Obmann Pächtervereinigung Lützelmurg II

Verschmutzung der Lützelmurg, Bild 1 Verschmutzung der Lützelmurg, Bild 2

Verschmutzung der Lützelmurg, Bild 3

Bachneunauge – Fisch des Jahres 2017

Bachneunauge – Fisch des Jahres 2017

Im Online-Dossier des Schweizerischen Fischerei-Verbands (SFV) finden Sie interessante Geschichten, fundierte Informationen und ergiebige Quellen zu allen Aspekten, die den Fisch des Jahres 2017 so einzigartig und schützenswert machen.

Quelle: Schweizerischen Fischerei-Veband (SFV)

bachneunaugeIn der Thur wurde das Bachneunauge letztmals 2005 in Einzelexemplaren offiziell nachgewiesen. Sein grösserer Vetter, das Flussneuenauge gilt in der Schweiz als ausgestorben.

 

Schlechter Start ins neue Jahr, Fischsterben in der Lützelmurg

Schlechter Start ins neue Jahr, Fischsterben in der Lützelmurg

Bei einer Kontrolle durch den Werkhof Aadorf zeigte sich, dass die Hochwasserentlastung (160 HWE) bei der Brücke nach Tänikon durch ein Blech “zugestellt” war. Dadurch war den Weg für das Abwasser zur ARA “Lützelmurgtal” versperrt und es floss via den Entlastungsauslauf in die Lützelmurg. Wie lange das Blech den Abwasserfluss bereits umgeleitet hat und die Grösse des Fischsterbens, wird zurzeit abgeklärt.

Gemäss Jan van Roojien (Obmann Fischpachtverein Lützelmurg II) sind folgende Schäden festgestellt worden:

  • Ab Bahnhof Aadorf bis zur Kiesgrube Wellauer ist die Bachsohle auf einer Länge von ca. 3 km mit einer Abwasser-Schlammschicht überdeckt. Diese ist vor allem in den tieferen Kolken (= Fischunterstände) bis zu über einen halber Meter mächtig.
  • Die Fischpopulation ist tot oder giftgeschädigt. Am 02.01.2017 haben der Kantonale Fischereiaufseher Marius Küttel und Mitglieder des Pachtvereins an verschiedene Orten mehrere grosse Forellen mit dem Kescher aus der Lützelmurg geschöpft und „entsorgt“.
  • Der frische Laich bzw. die geschlüpfte Brut der Bachforellen sind in der verschlammten Bachsohle qualvoll erstickt, weil die Schlammschicht die Sauerstoffversorgung unterbrochen hat. Die Naturverlaichung 2016/17 ist vernichtet und vorläufig auch nicht mehr möglich.
  • Weitere Lebewesen, wie Edelkrebse und Groppen, sind ebenfalls tot.

Gemäss Nachfrage bei Marius Küttel ist die Lützelmurg vom Ereignisort bis ca. auf die Höhe des Werkhofs Aadorf stark belastet. Er geht von einem Fischverlust in der Höhe von ca. 50 % des Bestandes aus. Bei den Edelkrebsen rechnet er mit einem Abgang von bis zu 100%. Am dem 3. Januar wird damit begonnen, die Ablagerungen abzusaugen und fachgerecht zu entsorgen.

Was Marius Küttel und Jan van Roojien sehr zu denken gibt, ist die Gleichgültigkeit der Anrainer und Spaziergänger. Viele haben die starke Geruchsentwicklung der letzten Tage zwar bemerkt, aber die entsprechenden Stellen (Werkhof oder Notruf 117) zu informieren, kam niemandem in den Sinn. Glücklicherweise gelang es Marius Küttel und seinen Helfern noch zwei laichreife Bachforellenrogner zu streifen. Somit kann der betroffene Abschnitt mit ca. 500 endemischen Bachforellen wieder besetzt werden.

Intern. Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF)

Intern. Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF)

Zusätzlich zu den niedrigen Felchenfängen sind auch die Erträge bei den Seesaiblingen und Barschen deutlich zurückgegangen.

Neue Schonbestimmungen zum Schutz der Fischbestände wurden durch die IBKF erlassen.
Die rund 13.000 Angelfischer erzielten mit rund 47 Tonnen ein um 8 % höheres, jedoch unterdurchschnittliches Ergebnis als im Vorjahr.

Neue Schutzmassnahmen

Zum Schutz der Barsche und Felchen wurden bestimmte Schonmaßnahmen beschlossen. Um den Beifang kleiner Felchen in den Barschnetzen zu vermeiden, wurde deren Einsatztiefe saisonal auf 20 m beschränkt. Als Reaktion auf das verlangsamte Felchenwachstum wurden die Netzeinsatzzeiten der Berufsfischer geändert.

In der Angelfischerei wurde das Fangkontingent für den Barsch von 50 auf 30 pro Tag und Angler reduziert, bei den Felchen wurde die tägliche Fangbegrenzung von 12 Stück unbefristet verlängert. Für beide Fischarten wurde das Schonmaß aufgehoben und eine Entnahmepflicht vorgeschrieben, um das Zurücksetzen von zu kleinen Fischen mit geringer Überlebenswahrscheinlichkeit zu vermeiden.

Der vollständige Bericht kann hier geladen werden.

 

Geschäftsführer/in SKF (60-80%) gesucht

Geschäftsführer/in SKF (60-80%) gesucht

Das SKF (schweizerisches Kompetenzzentrum Fischerei) ist eine von Fischerei und Gewässerschutz getragene gemeinnützige Organisation. Wir bündeln Kapazitäten in den Bereichen Fischerei, Fische und Gewässer, offerieren Instrumente und Platt-formen für den Austausch von Fachwissen sowie Dienstleistungen im Bereich Verbandsführung und Beratung rund um die Themen Fischerei, Wasser sowie Natur- und insbesondere Gewässerschutz. Als politisch unabhängiges Institut führen wir die Geschäfte des Schweizerischen und des Bernischen Fischereiverbandes, des Netzwerks Anglerausbildung und wir setzen wir uns für die Erforschung und den Schutz unserer Gewässer und ihrer Bewohner ein. Unsere Vision ist, das SKF zum fachkompetenten Zentrum für Fischer, Gewässerschützer, Forscher und das Publikum auszubauen.

Interessiert? Stellen – Inserat kann hier heruntergeladen werden.