Anmerkung zum Petri-Heil Editorial 7-8/2017 “Restwassersanierung : Bundesamt ohne Biss”

Anmerkung zum Petri-Heil Editorial 7-8/2017 “Restwassersanierung : Bundesamt ohne Biss”

In der Petri-Heil Ausgabe 07-08/2017 wird die mehr als schleppende Umsetzung der Restwassersanierung in den Kantonen thematisiert. Alle Kantone sind gesetzlich verpflichtet ihre Restwasserstrecken bis ins Jahr 2012 gemäss Gewässerschutzgesetz zu sanieren.

Der Thurgau ist in der Umsetzung dieser Vorgaben leider im hinteren Teil des Kantonsranking. Von den 20 identifizierten Sanierungsobjekten sind deren 7 noch nicht umgesetzt. Besonders störend ist, dass der Kanton Thurgau sich bis mindestens 2025 für die Umsetzung zeitlassen will! Wohlverstanden, die gesetzlichen Vorgaben verlangen die Sanierung bis 2012. Wobei dieser Termin bereits zweimal von “Bundesbern” wohlwollend verlängert wurde.
Warum können es sich die Kantone erlauben, die gesetzlichen Vorgaben zu ignorieren? Wir Angler müssen uns bei der Ausübung der Fischerei auch an die Vorgaben aus dem Jagd- und Fischereigesetz, sowie dem Tierschutzgesetz halten.

Die zuständige Regierungsrätin Carmen Haag braucht vielleicht ein paar aufmunternde Worte per Email!

Der Thurgauer Fischereiverband wird dieses Thema am Tag der Fischerei vom 26. August 2017 erneut thematisieren.

Die Lützelmurg kommt nicht zur Ruhe! Nun auch noch ein Krebssterben!

Die Lützelmurg kommt nicht zur Ruhe! Nun auch noch ein Krebssterben!

Krebssterben in der Lützelmurg

Am Sonntag, 09.07.2017 um ca. 15.00 Uhr wurden mehrere tote Krebse in der Lützelmurg entdeckt hat. Die meisten unterhalb eines Kleinkraftwerkes bei Aawangen, jedoch auch mehrere im Bereich des ARA- Auslaufes in Aadorf. Tote Forellen oder Groppen wurden keine entdeckt.
Nach Rücksprache mit dem Fischereiaufseher Marius Küttel wurde die Kantonale Notrufzentrale (Telefon 117 ) Krebssterben Krebssterbenkontaktiert und Meldung erstattet. Bei einer um 16.15 Uhr Durchgeführten Bachbegehung wurden mindestens 20 tote Krebse entdeckt und fotografiert. Alle tote Krebse wurden ab der ARA  Aadorf stromabwärts gefunden.
Andere tote Wasserlebewesen wurden keine entdeckt.

Marius Küttel hat einige Exemplare zwecks Untersuchung zum FIWI nach Bern geschickt. Da die Ursache des Krebssterben aktuell unbekannt ist, kann unter anderem auch die Krebspest nicht ausgeschlossen werden. Der Thurgauer Fischereiverband und der örtliche Pächter fordert die Fischer auf, die nötigen Vorsichtsmassnahmen gemäss beiliegendem Informationsblatt zu beachten –> http://www.flusskrebse.ch/pdfs/MB-3_Verhinderung%20Krebspestverbreitung_16-V01.pdf

Delegiertenversammlung SFV vom 10.6.2017, Pestizide: Fischer haben die Nase voll!

Delegiertenversammlung SFV vom 10.6.2017, Pestizide: Fischer haben die Nase voll!

Der Schweizerische Fischerei-Verband SFV und die angeschlossenen Verbände wollen nicht länger akzeptieren, dass ein unglaublicher Cocktail von Pestiziden und Herbiziden Bäche, Flüsse und Seen vergiften und das Trinkwasser gefährden. Die Delegiertenversammlung des SFV in Altendorf SZ verabschiedete eine Resolution mit klaren Forderungen: endlich Kontrollen durch die Behörden und Unterstützung der Unterschriftensammlung der Anti-Pestizid-Volksinitiativen.

„Seit Jahren kritisieren wir die Belastung des Lebensraums im und am Wasser durch Herbizide und Pestizde“, sagte Roberto Zanetti, Zentralpräsident des Schweizerischen Fischerei-Verbandes und Solothurner Ständerat. „Aber nichts geschieht, einfach nichts.“ Dabei seien die gesetzlichen Grundlagen klar. Es gebe genau definierte Sicherheitsabstände, die beim Austragen von Pestiziden und Herbiziden eingehalten werden müssten.

 

Behörden: Kontrollieren – aber subito!

Die Fischer haben die Nase voll. Deshalb verabschiedete die Delegiertenversammlung eine Resolution. Darin werden die Behörden des Bundes und der Kantone aufgefordert, die Einhaltung der Abstandsvorschriften zu kontrollieren und zu sanktionieren. „Grosse Teile der Landwirtschaft kümmern sich einen Deut um die Abstandsvorschriften“, heisst es in der Resolution. Das habe man seit Jahren tatenlos hingenommen. Das Bundesamt für Landwirtschaft und die kantonalen Landwirtschaftsämter werden vom SFV darum aufgefordert endlich zu tun, was ihr gesetzlicher Auftrag ist: „Kontrollieren und sanktionieren – und zwar subito“.

 

Volkinitiativen unterstützen

Die Fischer haben aber die Nase vom bisherigen Larifari definitiv voll – und verlangen eine Korrektur in der Landwirtschaftspolitik. Wörtlich heisst es in der Resolution:  „Die Schweizer Landwirtschaft kann nicht auf der einen Seite Milliarden an öffentlichen Geldern kassieren und auf der andern Seite die Umwelt systematisch kaputt machen und damit Mensch und Tier gefährden.“  Der Schweizerische Fischerei-Verband unterstützt deshalb die Unterschriftensammlung der zwei laufenden Volksinitiativen, die eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik ohne schädliche Pestizide und Herbizide fordern.

Energiestrategie 2050

Energiestrategie 2050

Fischerinnen und Fischer sagen JA zur Energiestrategie 2050

Fischerinnen und Fischer sagen JA zur Energiestrategie 2050

So wird mit der ES 2050 für Kleinwasserkraftwerke eine Förderuntergrenze von 1 MW installierter Leistung festgeschrieben. Ökologisch fatale und ökonomisch unsinnige Kleinstwasserkraftwerke sollen also künftig nicht mehr gefördert werden. Die knappen Fördergelder sollen vielmehr in grössere neue Projekte und bestehende Wasserkraftanlagen mit günstigem Kosten-Nutzen-Verhältnis fliessen. Damit können die verbliebenen intakten Kleingewässer vor der Verbauung geschützt und als Lebensraum für unsere Fische erhalten werden. Dies ist aus fischereilicher Sicht hoch erfreulich!

Der Schweizerische Fischerei-Verband sagt deshalb mit Überzeugung JA zur Energiestrategie 2050. Er lädt die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ein, es ihm gleich zu tun. Unsere Fische werden es ihnen danken.

Roberto Zanetti, Ständerat
Präsident Schweizerischer Fischerei-Verband

Initiative: Pestizidverbot in der Schweiz

Initiative: Pestizidverbot in der Schweiz
Es gibt nichts Gutes – ausser man tut es

Hier setzt die Initiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» an: Chemisch hergestellte Pestizide sollen ohne Ausnahme verboten werden.
Die Fischer und deren Organisationen haben, nicht zuletzt aufgerufen durch «Petri-Heil», wesentlich dazu beigetragen, die Initiative zu finanzieren.
Jetzt gilt es, die nötigen 100 000 Unterschriften für eine Volksabstimmung möglichst schnell zu sammeln. Helfen Sie mit, unterschreiben Sie, überzeugen Sie Ihre Freunde, Nachbarn, Mitarbeiter!
Nur so können wir eine nachhaltige und hoffentlich wieder ertragreiche Fischerei in sauberen Gewässern in Zukunft sicherstellen.

Unterschriftenbögen herunterladen

Gesetz über den Wasserbau und den Schutz vor gravitativen Naturgefahren (WBSNG)“

Gesetz über den Wasserbau und den Schutz vor gravitativen Naturgefahren (WBSNG)“

Folgendes Email ging an unsere Volksvertreter

Sehr geehrte Damen
Sehr geehrte Herren
Am 1. März 2017 debattieren Sie über das „Gesetz über den Wasserbau und den Schutz vor
gravitativen Naturgefahren (WBSNG)“. Erlauben Sie mir bitte an dieser Stelle einige kurze Bemerkungen zum Thema.

  • Im Jahr 2006 wurde die Volksinitiative „lebendiges Wasser“ u.a. vom Schweizerischen Fischereiverband zum Schutz unsere Gewässer mit 162‘511 Unterschriften eingereicht.
  • Im Jahre 2009 wurde ein indirekter Gegenvorschlag zur Volksinitiative unter Beteiligung der Initianten und weitere Verbände (u.a. Schweizerischer Bauernverband) erarbeitet. Woraufhin die Initiative zurückgezogen wurde. Ein wichtiger Eckpfeiler des Gegenvorschlags war die Definition und die Ausweisung der Gewässerräume.
  • Seit einiger Zeit sind nun Bestrebungen im Gange, diesen Gegenvorschlag auf kantonaler Ebene zu verwässern und auszuhöhlen.

Ich möchte Sie bitten bei der Eintretensdebatte zu bedenken, dass das bestehende Bundesrecht auf einer zurückgezogenen Volksinitiative beruht. Zum Wohle unserer schon übermässig belasteten Gewässer bitte ich Sie die eidgenössische Gesetzgebung im Sinne der Initianten umzusetzen.

Christoph Maurer
Präsident Fischereiverband Thurgau
www.fvtg.ch

Aquakultur in Netzgehegen – Felchenmast im Bodensee

Aquakultur in Netzgehegen – Felchenmast im Bodensee

Der Verband unterstützt die Kollegen aus Deutschland in ihrem Bemühen die Aquakultur von Felchen im Bodensee zu verhindern. Aktuell werden auf Deutscher Seite (Baden – Württemberg) grosse Anstrengungen unternommen, um eine Fischmast von Felchen in Netzgehegen zu ermöglichen. Es sollen 400 bis 500 t pro Jahr “produziert” werden.

Warum braucht es eine solche Massentierhaltung im See, wenn bereits ein Naturprodukt von weit aus besserer Qualität zur Verfügung steht? Wie sieht es mit der Belastung von Fischkot, Parasiten, Medikamenten etc. aus? Bitte informiert Euch. Beiliegend der Brief (Entwurf), den der Vorstand ebenfalls mitunterzeichnet hat.