Aquakultur in Netzgehegen – Felchenmast im Bodensee

Aquakultur in Netzgehegen – Felchenmast im Bodensee

Der Verband unterstützt die Kollegen aus Deutschland in ihrem Bemühen die Aquakultur von Felchen im Bodensee zu verhindern. Aktuell werden auf Deutscher Seite (Baden – Württemberg) grosse Anstrengungen unternommen, um eine Fischmast von Felchen in Netzgehegen zu ermöglichen. Es sollen 400 bis 500 t pro Jahr “produziert” werden.

Warum braucht es eine solche Massentierhaltung im See, wenn bereits ein Naturprodukt von weit aus besserer Qualität zur Verfügung steht? Wie sieht es mit der Belastung von Fischkot, Parasiten, Medikamenten etc. aus? Bitte informiert Euch. Beiliegend der Brief (Entwurf), den der Vorstand ebenfalls mitunterzeichnet hat.

Verschmutzung der Lützelmurg (2. Teil)

Verschmutzung der Lützelmurg (2. Teil)

Aadorf – Zwischen Weihnachten und Neujahr kam es im Bereich zwischen dem Bahnhof und der Kläranlage Aadorf zu einer erheblichen Verschmutzung der Lützelmurg.

Der Abwasserzweckverband Lützelmurgtal bedauert den Vorfall ausserordentlich und übernimmt die volle Verantwortung. Wie es genau dazu kommen konnte, wird derzeit noch ermittelt. Damit solche gravierenden Verschmutzungen möglichst verhindert werden können, prüft der Verband im Rahmen des Projektes Generelle Abwasserplanung und der Sanierung der Sonderbauwerke entsprechende Massnahmen. Der Wiederaufbau mit Lebewesen in der Lützelmurg wird gemeinsam mit den Fachleuten (Biologen, Fischerei, Gewässer) über die nächsten Monate und möglicherweise Jahre begleitet.

Liste der Medienbericht zum Thema

Nachfolgende Fotos stammen von unserem Mitglied Jan van Rooijen, Obmann Pächtervereinigung Lützelmurg II

Verschmutzung der Lützelmurg, Bild 1 Verschmutzung der Lützelmurg, Bild 2

Verschmutzung der Lützelmurg, Bild 3

Bachneunauge – Fisch des Jahres 2017

Bachneunauge – Fisch des Jahres 2017

Im Online-Dossier des Schweizerischen Fischerei-Verbands (SFV) finden Sie interessante Geschichten, fundierte Informationen und ergiebige Quellen zu allen Aspekten, die den Fisch des Jahres 2017 so einzigartig und schützenswert machen.

Quelle: Schweizerischen Fischerei-Veband (SFV)

bachneunaugeIn der Thur wurde das Bachneunauge letztmals 2005 in Einzelexemplaren offiziell nachgewiesen. Sein grösserer Vetter, das Flussneuenauge gilt in der Schweiz als ausgestorben.

 

Schlechter Start ins neue Jahr, Fischsterben in der Lützelmurg

Schlechter Start ins neue Jahr, Fischsterben in der Lützelmurg

Bei einer Kontrolle durch den Werkhof Aadorf zeigte sich, dass die Hochwasserentlastung (160 HWE) bei der Brücke nach Tänikon durch ein Blech “zugestellt” war. Dadurch war den Weg für das Abwasser zur ARA “Lützelmurgtal” versperrt und es floss via den Entlastungsauslauf in die Lützelmurg. Wie lange das Blech den Abwasserfluss bereits umgeleitet hat und die Grösse des Fischsterbens, wird zurzeit abgeklärt.

Gemäss Jan van Roojien (Obmann Fischpachtverein Lützelmurg II) sind folgende Schäden festgestellt worden:

  • Ab Bahnhof Aadorf bis zur Kiesgrube Wellauer ist die Bachsohle auf einer Länge von ca. 3 km mit einer Abwasser-Schlammschicht überdeckt. Diese ist vor allem in den tieferen Kolken (= Fischunterstände) bis zu über einen halber Meter mächtig.
  • Die Fischpopulation ist tot oder giftgeschädigt. Am 02.01.2017 haben der Kantonale Fischereiaufseher Marius Küttel und Mitglieder des Pachtvereins an verschiedene Orten mehrere grosse Forellen mit dem Kescher aus der Lützelmurg geschöpft und „entsorgt“.
  • Der frische Laich bzw. die geschlüpfte Brut der Bachforellen sind in der verschlammten Bachsohle qualvoll erstickt, weil die Schlammschicht die Sauerstoffversorgung unterbrochen hat. Die Naturverlaichung 2016/17 ist vernichtet und vorläufig auch nicht mehr möglich.
  • Weitere Lebewesen, wie Edelkrebse und Groppen, sind ebenfalls tot.

Gemäss Nachfrage bei Marius Küttel ist die Lützelmurg vom Ereignisort bis ca. auf die Höhe des Werkhofs Aadorf stark belastet. Er geht von einem Fischverlust in der Höhe von ca. 50 % des Bestandes aus. Bei den Edelkrebsen rechnet er mit einem Abgang von bis zu 100%. Am dem 3. Januar wird damit begonnen, die Ablagerungen abzusaugen und fachgerecht zu entsorgen.

Was Marius Küttel und Jan van Roojien sehr zu denken gibt, ist die Gleichgültigkeit der Anrainer und Spaziergänger. Viele haben die starke Geruchsentwicklung der letzten Tage zwar bemerkt, aber die entsprechenden Stellen (Werkhof oder Notruf 117) zu informieren, kam niemandem in den Sinn. Glücklicherweise gelang es Marius Küttel und seinen Helfern noch zwei laichreife Bachforellenrogner zu streifen. Somit kann der betroffene Abschnitt mit ca. 500 endemischen Bachforellen wieder besetzt werden.

In eigener Sache : Arbeitsgruppenmitglieder gesucht

In eigener Sache : Arbeitsgruppenmitglieder gesucht

Geschätzte Fischerinnen und Fischer,

Jean Müller hat anlässlich der Jahresversammlung 2016 des Fischereiverbandes Thurgau einen Antrag auf Statutenänderung eingereicht. Der Antragssteller will die “Einbindung” der Fischereivereine in den Verband stärken. Der Vorstand hat daraufhin mit Einverständnis von Jean Müller (er zog seinen Antrag zurück) den Mitgliedern einen „Gegenvorschlag“ unterbreitet. Dieser wurde durch die Versammlung angenommen..

basierend auf dem “Gegenvorschlag” muss der Vorstand eine Arbeitsgruppe einsetzten, die zuhanden des Vorstandes und schlussendlich der Mitglieder einen mehrheitsfähigen Entwurf für eine allfällige Statutenänderung gemäss Antrag von Jean Müller erarbeiten.

Da ein erster Aufruf Ende Juni 2016 an die Präsidenten der Fischereivereine erfolglos “verhallte”, erlaube ich mir einen zweiten Aufruf zu lancieren.

Wir suchen nun noch zwei bis drei Fischerinnen/Fischer, die sich für eine Mitarbeit in der genannten Arbeitsgruppe zur Verfügung stellen wollen. Die zeitliche Belastung ist überschaubar, da max. 3 Arbeitsgruppensitzungen abgehalten werden.
Es werden explizit auch Fischerinnen/Fischer aus Vereinen gesucht, die anlässlich der letzten Statutenrevision (Einzelmitgliedschaft) aus dem Fischereiverband ausgetreten sind.

Antrag Jean Müller
Gegenvorschlag des Vorstandes

Interessierte melden sich bitte per Email beim Präsidenten.

Grosse Defizite beim biologischen Zustand der Schweizer Fliessgewässer

Grosse Defizite beim biologischen Zustand der Schweizer Fliessgewässer

Der biologische Zustand weist teilweise erhebliche Defizite auf. Laut Marc Chardonnens, Direktor des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), bestätigen diese Befunde, dass im Hinblick auf die Wiederherstellung und Erhaltung der Gewässerqualität grosser Handlungsbedarf besteht.

Das BAFU hat im Rahmen einer Medienkonferenz die Ergebnisse der Nationalen Beobachtung Oberflächengewässerqualität (NAWA) für die Jahre 2011 bis 2014 vorgestellt. NAWA ist das Monitoringprogramm zur gesamtheitlichen Untersuchung des Gewässerzustands, das Bund und Kantone gemeinsam durchführen. Diese biologischen und chemisch-physikalischen Untersuchungen vermitteln erstmals einen Gesamtüberblick.

Bericht NAWA 2016

BAFU: Dossier “Zustand der Fliessgewässer”

Intern. Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF)

Intern. Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF)

Zusätzlich zu den niedrigen Felchenfängen sind auch die Erträge bei den Seesaiblingen und Barschen deutlich zurückgegangen.

Neue Schonbestimmungen zum Schutz der Fischbestände wurden durch die IBKF erlassen.
Die rund 13.000 Angelfischer erzielten mit rund 47 Tonnen ein um 8 % höheres, jedoch unterdurchschnittliches Ergebnis als im Vorjahr.

Neue Schutzmassnahmen

Zum Schutz der Barsche und Felchen wurden bestimmte Schonmaßnahmen beschlossen. Um den Beifang kleiner Felchen in den Barschnetzen zu vermeiden, wurde deren Einsatztiefe saisonal auf 20 m beschränkt. Als Reaktion auf das verlangsamte Felchenwachstum wurden die Netzeinsatzzeiten der Berufsfischer geändert.

In der Angelfischerei wurde das Fangkontingent für den Barsch von 50 auf 30 pro Tag und Angler reduziert, bei den Felchen wurde die tägliche Fangbegrenzung von 12 Stück unbefristet verlängert. Für beide Fischarten wurde das Schonmaß aufgehoben und eine Entnahmepflicht vorgeschrieben, um das Zurücksetzen von zu kleinen Fischen mit geringer Überlebenswahrscheinlichkeit zu vermeiden.

Der vollständige Bericht kann hier geladen werden.

 

Geschäftsführer/in SKF (60-80%) gesucht

Geschäftsführer/in SKF (60-80%) gesucht

Das SKF (schweizerisches Kompetenzzentrum Fischerei) ist eine von Fischerei und Gewässerschutz getragene gemeinnützige Organisation. Wir bündeln Kapazitäten in den Bereichen Fischerei, Fische und Gewässer, offerieren Instrumente und Platt-formen für den Austausch von Fachwissen sowie Dienstleistungen im Bereich Verbandsführung und Beratung rund um die Themen Fischerei, Wasser sowie Natur- und insbesondere Gewässerschutz. Als politisch unabhängiges Institut führen wir die Geschäfte des Schweizerischen und des Bernischen Fischereiverbandes, des Netzwerks Anglerausbildung und wir setzen wir uns für die Erforschung und den Schutz unserer Gewässer und ihrer Bewohner ein. Unsere Vision ist, das SKF zum fachkompetenten Zentrum für Fischer, Gewässerschützer, Forscher und das Publikum auszubauen.

Interessiert? Stellen – Inserat kann hier heruntergeladen werden.