49. Jahresversammlung des Thurgauer Fischereiverbandes

49. Jahresversammlung des Thurgauer Fischereiverbandes

Die Jahresversammlung 2019 findet in Kreuzlingen statt. Der Sportfischerverein Kreuzlingen gewährt uns Gastrecht. Termin ist der 29. März 2019.
Programm

18.00 Uhr : Eintreffen der Gäste und Mitglieder, Apéro
18.30 Uhr : Begrüssung durch Kreuzlinger Stadtrat Thomas Beringer
und den Präsident des FVTG, Christoph Maurer
18.50 Uhr : Referat “Hitzesommer 2018, am Fallbeispiel der Fischerzunft
Diessenhofen und dem Kampf um die
Rheinäschen,
sowie mögliche Handlungsoptionen”.
Mirco Müller, Fischereiaufseher Kreis 3, führt uns nochmals
die dramatischen Tage Ende Juli/Anfang August 2018
vor Augen.
19.15 Uhr : Jahresversammlung FVTG
21.00 Uhr : Steh – Lunch

Ort : Trösch, das Begegnungszentrum, Hauptstrasse 42, 8280 Kreuzlingen

Unterlagen

18. März 2019 : NACH DEM HITZESOMMER, HABEN UNSERE FISCHE EINE ZUKUNFT?

18. März 2019 : NACH DEM HITZESOMMER, HABEN UNSERE FISCHE EINE ZUKUNFT?

Ausgangslage
Die Fischbestände im Rhein und seinen Seitengewässern sind seit Jahrzehnten stark rückläufig. Die Probleme sind zahlreich und komplex. Trotzdem gibt es auch positive Entwicklungen, auf welche hier der Fokus gelegt werden soll.
Zielsetzung
Überblick über die Situation der Fischbestände im Rhein und seinen Seitengewässer nach dem Hitzesommer. Aufzeigen was bereits gemacht wurde, gemacht und geplant wird und was wir noch tun können. Welchen neuen Herausforderungen müssen wir uns stellen?
Programm
Wann: Montag 18. März 2019 Türöffnung 18:30h;
Beginn 19:00h Wo: Vortragssaal Museum Allerheiligen, Schaffhausen
Freier Eintritt
Organisator: Fischereiverein Schaffhausen FVS www.f-v-s.ch / info@f-v-s.ch

Flyer

Wer macht mit bei «Fischen mit Handicap» ?

Wer macht mit bei «Fischen mit Handicap» ?

Aufruf zur Unterstützung von «Fischen mit Handicadp»

Der 111er Club führt seit einem Jahr ein Projekt durch, dass Mitmenschen mit einem Handicap das Fischen in der Gemeinschaft ermöglichen soll.
Im Jahr 2017 wurde der erste Anlass dieser Art am Zürichsee durchgeführt. Wer sich in das Thema einlesen will, kann über den folgenden Link Informationen beziehen.

Toni Zulauf (111er) und Dominique R. Lambert organisieren nun einen entsprechenden Anlass bei uns am Bodensee. Toni hat mich heute um Mithilfe gebeten. Es wäre doch eine tolle Gelegenheit im Rahmen einer Vereinsaktivität diesen beiden Fischern helfend unter die Arme zu greifen und benachteiligten Mitmenschen etwas Gutes zu tun!

Datum                         : 23. September 2018
Ort                               : Steinach
Zeit                              : Helfer ab ca. 09.00 Uhr, Ende noch offen
Teilnehmerzahl           : max. 15

Folgende Eckpunkte hat mir Toni bekanntgegeben:

·         Die beiden Organisatoren suchen noch 6 bis 7 Boote und Bootsführer.
·         Das Finanzielle wird durch den 111er Club abgedeckt.
·         Die Versicherung ist Sache der Teilnehmer.
·         Die Boote müssen nicht rollstuhlgängig sein.
·         Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
·         Ansprechpartner sind Toni Zulauf und Dominique R. Lambert

Bitte besprecht die Anfrage bei Euch im Verein. Es wäre wirklich eine tolle Gelegenheit uns in der Öffentlichkeit zu zeigen. Ich werde noch Projektunterlagen in elektronischer Form erhalten und sie Euch zustellen.

Petri-Heil

Christoph

Toni                 : toni@zulauf-media.ch
Dominique      : info@dominique-lambert.ch

Thurgauer Fischer fordern grünere Flüsse

Thurgauer Fischer fordern grünere Flüsse

Nach diesem Hitzesommer müssen Renaturierungen schneller umgesetzt werden.

Diese Forderung des Thurgauer Fischereiverbandes wurde in der Ausgabe vom 29. August 2018 der Thurgauer Zeitung aufgegriffen. Basierend auf der Pressmitteilung vom 30. Juli 2018 wurde der Artikel in der Papierausgabe und etwas erweitert auch in der elektronischen Version publiziert. Interessierte Leser können den Artikel mit folgendem Link öffnen.

Fischerzunft Diessenhofen im Dauereinsatz für die Rheinäschen

Unermüdlich haben die Mitglieder der Fischerzunft mit Unterstützung von freiwilligen Helfern über Wochen für die Rettung der Äschen gekämpft. Fischer haben ihre Ferien abgebrochen, um ihre Kameraden in Diessenhofen zu unterstützen. Durch diesen beispiellosen Einsatz haben alle Beteiligte dazu beigetragen, dass wenigstes ein Teil der Äschen überleben wird.

Der junge Äschenfreund Leon hat die Bemühungen in einem Video dokumentiert. Nehmt Euch bitte einige Minuten Zeit und “geniesst” die Bilder dieses Einsatzes!

Diese vorbildliche Eigeninitiative der Fischerzunft Diessenhofen verdient unser aller Hochachtung und Respekt. Es ist ein Beispiel dafür, wie wir Fischer einen angewandten Naturschutz verstehen.

Medienmitteilung des Thurgauer Fischereiverbandes zur aktuellen Gewässer – Situation

Medienmitteilung des Thurgauer Fischereiverbandes zur aktuellen Gewässer – Situation

Für die Fische wird es definitiv zu heiss…

Was Badegäste freut, ist für die Fische Kampf ums Überleben: Die viel zu warmen Bäche und Seen wecken Erinnerungen an den Todessommer 2003.

Die Einheimischen Fischarten reagieren negativ auf die ungesund warmen Gewässer. Wassertemperaturen über 20 Grad bedeuten für die meisten Fischarten bereits Stress. Ab 23 Grad wird es kritisch. 25 Grad, vor allem über längere Zeitspannen, bedeuten für Äschen und Forellen oft das Todesurteil.

Kommt es zum Massensterben wie 2003?

Die Thurgauer Fischer ersehnen sich eine längere Regenphase. Doch im Moment deutet meteorologisch leider wenig darauf hin. Im Gegenteil, ungute Erinnerungen kommen an den Hitzesommer 2003 hoch. Damals waren die Gewässer sehr warm – im Rhein wurden zum Beispiel 27 Grad gemessen – was zu einem Massensterben bei den Äschen geführt hat. Aktuell (30. Juni 2018, 15.45 Uhr) weist die Thur in der Messstation „Halden“ bereits eine Temperatur von 26.4 Grad Celsius auf.

Abfischen und das Problem ist gelöst!?

In der Tagespresse war zu lesen, dass wir Fischer «fuuli Sieche» und Tierquäler seien. Faul deshalb, weil wir uns weigern würden die Bäche abzufischen. Dagegen verwehrt sich der Thurgauer Fischereiverband und die angeschlossenen Fischer vehement. Wir versuchen alles um das aquatische Leben zu schützen. Nur gibt es leider einige Eckpunkte, die wir nicht ändern können!

  • Bachfische lassen sich nicht in Weiher oder Seen umsetzten. Sie würden als willkommene Nahrung von Hecht und Co in deren Mägen landen.
  • Thur und Sitter sind aktuell bereits so aufgeheizt, dass sie für Fische aus den kühleren Bächen bereits zu warm sind. Eine Umsiedlung würde mit grosser Wahrscheinlichkeit ihren Tod bedeuten.
  • Aus genetischen Gründen dürfen Fische nur in ihrem engen Einzugsgebiet umgesetzt werden. Eine Bachforelle aus der Lützel-Murg ist an die Verhältnisse in der Sitter nicht angepasst und würde mit grosser Wahrscheinlichkeit verenden.
  • Das Verschleppen von Krankheiten ist durch solche Umsetzaktionen nicht von der Hand zu weisen. Vor allem die absolut tödliche Krebspest wird so gerne verbreitet.
  • Das elektrische Abfischen ist bei den jetzigen Wasserständen für die Fische eine absolute Stresssituation, welche sie allenfalls tötet. Kandidaten, die diese Prozedur überlebt haben, sollen dann in ein Gewässer umgesiedelt werden, dass ihren Lebensansprüchen noch weniger entspricht, als ihr Heimatgewässer?

Die Thurgauer Fischer und die Jagd- und Fischereiverwaltung tun alles, um unsere Fischbestände zu schützen. Wo es Sinn macht, auch durch Abfischen. Aber die Sinnhaftigkeit muss gegeben sein.

Was kann man tun?

Auf das Wetter haben – nicht einmal! – wir Petri-Jünger Einfluss. Immerhin, ganz machtlos ist die Zivilgesellschaft nicht. Wenigstens das kann man tun:

  • Auf gar keinen Fall Wasserentnahmen aus Oberflächen-Gewässern vornehmen.
  • Badende sollten unbedingt Kaltwasserzonen (in diese ziehen sich die Fische automatisch zurück) meiden.
  • Fischer: Warme Gewässer nicht bewaten und befischen, um unnötigen Stress für die Tiere zu vermeiden.
  • Schiffsführer: Nicht durch übermässigen Schiffsverkehr die immer eingeschränkteren Lebensräume unnötig aufwühlen
  • Wer ein Fischsterben feststellt, soll sofort die Behörden informieren. Die Telefonnummer der Jagd- und Fischereiverwaltung lautet: 058 345 61 50, die der kantonalen Notrufzentrale: 117

Über den Tag – will heissen über den Hitzesommer 2018 – hinaus macht die Situation deutlich, wie wichtig natürliche Lebensräume dank Renaturierungen sind.  Dabei ist der Häufung von Trockenperioden noch mehr Beachtung zu schenken. Beschattung und Tiefwasserkolke als Rückzugsorte werden dabei immer wichtiger Neben der Sonneneinstrahlung ist auch entscheidend, wie der Umgang mit Abwärme aus Abwasser und Industrieanlagen ist. Und überhaupt: Das Klima schlägt zurück, weil wir zu wenig achtsam mit der Natur umgehen und nach wie vor zu viele fossile Brennstoffe zulassen.

offener Brief des SFV zur Petition “Wanderfische”

offener Brief des SFV zur Petition “Wanderfische”

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

ich erlaube mir, euch kurz über die Kampagne „Wanderfische“ des SFV zu informieren und bitte euch gleichzeitig um die Unterstützung der damit verbundenen Petition.

Wanderfische wie der Aal oder die Seeforelle sind stark bedroht. Bereits sechs von zehn Fischarten stehen bei uns auf der roten Liste der gefährdeten Arten. Ein Grund dafür sind die etwa 1’000 wasserkraftbedingten Hindernisse, welche die Fischwanderung in Bächen und Flüssen blockieren.

Heute ist ein Teil der wichtigsten Wanderrouten wie der Rhein mit seinen Zuflüssen Aare, Limmat und Reuss, sowie die Rhone und der Doubs mit Fischaufstiegshilfen ausgerüstet. Diese ermöglichen jedoch nur den Aufstieg der Fische – stromabwärts verletzen sich die Fische in den Turbinen der Wasserkraftwerke und verenden oft auf qualvolle Weise.

 Um die Öffentlichkeit über die tödlichen Turbinen zu informieren und den Druck auf die Behörden zu erhöhen, startete der Schweizerische Fischerei-Verband, unterstützt von WWF Schweiz, Aqua Viva und Petri Heil, im Mai die nationale Petition „Wanderfische“. Sie fordert den Bundesrat auf, sich für die heimischen Fische einzusetzen und dringliche Massnahmen zu treffen, um die Sanierung von Wasserkraftwerken bis 2030 sicher zu stellen und damit das Gewässerschutzgesetz fristgerecht umzusetzen.

 Damit diese Forderung auch politisch genügend Gewicht hat, sind wir auf eine grosse Zahl von Unterschriften angewiesen. Eine Petition darf in der Schweiz von allen Bürgern, unabhängig der Nationalität und Alter unterschrieben werden. 

 Ich möchte euch bitten, den Brief im Anhang oder den Link zur Online-Petition euren Mitgliedern weiterzuleiten oder in euren Medien oder Webseiten zu veröffentlichen. Unser gemeinsamer Einsatz zum Wohl der Wanderfische ist enorm wichtig.

 Die Petition kann sehr einfach auf der Webseite “Wanderfische” online unterschrieben werden.

 Ich danke allen Verbänden im Voraus für ihre aktive Mithilfe.

 Mit freundlichen Grüssen

 Philipp Sicher

Geschäftsführer Schweizerischer Fischerei-Verband