Schriftliche Jahresversammlung 2020

Schriftliche Jahresversammlung 2020

Geschätzte Mitglieder des Fischereiverbandes,

der Vorstand ist über den Rücklauf der Abstimmungsunterlagen hoch erfreut. Es gingen insgesamt 198 Antworten ein. Diese wurden durch den Vorstand  ausgezählt und das Resultat im beiliegenden Protokoll festgehalten. Die Anträge des Vorstandes wurden alle genehmigt. Das Protokoll kann hier nachgelesen werden.

Vielen Dank für die rege Teilnahme.

10. Oktober 2020 “Keine Netzgehege und keine Versuchsanlage im Bodensee”

10. Oktober 2020 “Keine Netzgehege und keine Versuchsanlage im Bodensee”

das Organisationsteam “Keine Netzgehege und keine Versuchsanlage im Bodensee” wird wieder aktiv!

Unsere Kundgebung im April mussten wir wegen Corona leider absagen. Eine weitere Kundgebung lässt die derzeitige Corona Situation nicht zu! Somit haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir am Bodensee auf andere Weise gegen Netzgehege wirken können!

Neu geplant wird: 

Ein Schiffskorso im Konstanzer Trichter
Samstag 10. Oktober
Treffpunkt um 14 Uhr
Start um 14:15 Uhr

Es werden drei verschiedene Sammelstellen festgelegt, diese sind auf der Karte bei der Einladung zu finden. Leitschiffe werden das Korso anführen. Der Verlauf des Korsos ist auf der Karte eingezeichnet. Beteiligen werden sich Berufsfischer, Angelfischer, Segel- und Sportboote.

Die Organisatoren hoffen auf Eure Unterstützung.

Hauptforderungen:

• Einhaltung der Bodenseerichtlinie der IGKB und gesetzliches Verbot der Fischmast
• Schutz des Bodensees und des Trinkwassers

Hintergrund ist das Bestreben der Genossenschaft „Regio Bodensee Fisch“ eine kommerzielle Aquakultur für Felchen im Bodensee zu betreiben.
Dagegen stellen sich zahlreiche Verbände, Vereine, Organisationen und Politiker, die auf die
Gefahren für das sensible Ökosystem Bodensee hinweisen.
So funktioniert Aquakultur:
Damit Fischmast in Netzgehegen stattfinden kann, muss zuerst ein geeigneter Elterntierstamm (Sandfelchen) dafür an Land gezüchtet werden. Dies erfolgt durch die Domestizierung
von Wildfischen aus dem Bodensee über mehrere Generationen hinweg. Sandfelchen sind am
ehesten geeignet. Die Eier der Elterntiere werden an Land erbrütet und die Jungfische dort
gefüttert, bis sie so groß sind, dass sie nicht mehr durch die Netzmaschen schlüpfen können.
Sie werden (gegen Furunkulose) geimpft und kommen dann in die Netzgehege im Bodensee.
Dorthin müssten sie mit Booten gebracht werden. In den Netzgehegen werden sie mit Fischfutter bis zur Schlachtreife gemästet. Zur Weiterverarbeitung müssten die Tiere wieder an
Land transportiert werden.
Bodensee-Richtlinie verbietet Netzgehege
Der Bodensee ist ein internationales Gewässer. Die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) legt für alle verbindliche Richtlinien fest. Die IGKB hat die Bodensee-Richtlinie erlassen. Wörtlich heißt es: „Netzgehege-Anlagen sind im Bodensee und in
seinen Zuflüssen nicht zuzulassen.“ Um dauerhaft Klarheit herzustellen, fordern wir ein gesetzliches Verbot zum Schutz des Bodensees.
Der geplante Standort für die Netzgehege-Anlage befindet sich im Fauna-Flora- Habitat
Schutzgebiet (FFH) „8220342 Überlinger See und Bodenseeuferlandschaft“. Wir fordern die
Einhaltung aller damit zusammenhängenden Richtlinien.
Schutz des Bodensees — keine Fischmast
Unser Trinkwasser schützen
Der Bodensee verfügt über eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Welche Auswirkungen
Aquakultur auf das empfindliche ökologische Gleichgewicht des Sees hat, ist völlig ungewiss.
Durch die enge Hälterung in Netzgehegen (vergleichbar Massentierhaltung) können gefährliche Fischkrankheiten ausbrechen. Zuchtfische können aus den Netzgehegen entkommen und
sich mit Wildfelchen kreuzen, wodurch die Genetik der Wildtiere negativ beeinflusst werden
kann. Fischfutter, Kot und Urin gelangen örtlich begrenzt in den See. Falls Baden-Württemberg
Fischmast-Anlagen im See erlauben sollte, sind Nachahmer zu befürchten, mit unübersehbaren Folgen für ein einzigartiges Biotop und das Trinkwasser.
Wildfischbestände stärken!
Natürlicher, nachhaltiger und ökologischer Fang von Fischen aus Binnenfischerei hat den besten ökologischen Fußabdruck: Aquakultur verbraucht viel mehr CO2. Bis die Wildfelchen mit
Netzen gefangen werden, leben sie in ihrer natürlichen Umgebung, fressen natürliche Nahrung aus dem See und können sich dort natürlich fortpflanzen, das garantiert maximales Tierwohl.
Unsere Wildfelchen sind eine besondere regionale Ressource. Fast alle wild gefangenen Felchen sind Blau- und Silberfelchen.
Wir fordern die Lebensbedingungen für Wildfische im See zu verbessern, damit die Bestände
wieder zunehmen.
Natürlich vorkommende Sandfelchen leben in kleinen Gruppen in Bodennähe des Sees. In
Netzgehegen müssten die Fische entgegen ihrer Natur permanent in dichtem Schwarm im
Kreis schwimmen, statt ihre Nahrung in kleinen Gruppen am Gewässergrund zu suchen. Das
ist nicht artgerecht!
Außerdem
Viele Bodensee-Nutzer befürchten eine Beeinträchtigung der Schifffahrt, der Fischerei, des
Wassersports und des Tourismus durch Netzgehege. Die jeweiligen Verbände fordern dies zu
verhindern.

Vernehmlassung des neuen Thurgauer Fischereigesetz ist angelaufen

Vernehmlassung des neuen Thurgauer Fischereigesetz ist angelaufen

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat das ganzheitlich überarbeitete Gesetz über die Fischerei in eine externe Vernehmlassung geschickt. Es wurden diverse Anliegen aufgenommen, die sich in den vergangenen Jahren in der Praxis ergeben haben. Unter anderem soll das Mindestalter für die Abgabe einer Fischereibewilligung von 14 auf 10 Jahre herabgesetzt werden.

Die Vernehmlassung läuft bis zum 13. November 2020. Die entsprechenden Unterlagen findet ihr hier.

Jeder kann an der Vernehmlassung teilnehmen. Der Verband wird seine Stellungnahme an dieser Stelle veröffentlichen.

Jahresversammlung 2020 wird schriftlich abgehalten

Jahresversammlung 2020 wird schriftlich abgehalten

Der Vorstand des Thurgauer Fischereiverbandes hat sich entschlossen die diesjähriger Jahresversammlung schriftlich durchzuführen. Die Vorgaben mit Mindestabstand von 1.5 Metern und die Vorlage von Sicherheitskonzepten wären zu aufwendig gewesen. Die Unterlagen werden gegen Ende Juli versandt. Einsendeschluss für das ausgefüllt Abstimmungsformular ist der 28. August 2020.

Zu den Unterlagen

Krebspest in der Sitter nachgewiesen

Krebspest in der Sitter nachgewiesen

In der Sitter wurde auf St. Gallen Gebiet die KREBSPEST nachgewiesen. Es ist zwingend notwendig, dass die Fischergerätschaften, welche an der Sitter und der angrenzenden Thur benutzt werden, grundsätzlich nicht ohne penible Desinfektion in anderen Gewässern verwendet werden. Nur so kann eine Ausbreitung der Krebspest verhindert werden.

Bei der Krebspest handelt es sich um einen Pilz, dessen Sporen sehr resistent sind und der erst nach mehrtägiger 100% Trockenheit absterben. D.h. Kescher, Fischsäcke, Filzsohlen sind besonders heikel. Wer Gerätschaften aus Sitter/Thur in anderen Gewässern verwenden will, soll unbedingt das Merkblatt  lesen !!!

Und zur Erinnerung : Die Krebspest ist für die drei schweizerischen Krebsarten absolut tödlich. Zwei davon (Edelkrebs und Steinkrebs) kommen im Thurgau vor.

 

21. FISCHEREIARTIKELBÖRSE GÜTTINGEN – SONNTAG 03. NOVEMBER 2019

21. FISCHEREIARTIKELBÖRSE GÜTTINGEN – SONNTAG 03. NOVEMBER 2019

In der Mehrzweckanlage Rotewis Güttingen.

  • Der Verkauf der Fischereiartikel wird von 09.00 bis 13.00 Uhr stattfinden.
  • Wir erwarten Occasion und neu Händler und Private aus der ganzen Schweiz und der Bodenseeregion.
  • Die Jugendgruppe führt eine Tombola.
  • Seitens des Fischervereins wird bis 17.00 Uhr eine kleine Festwirtschaft mit warmen essen geführt.

Organisator: Fischerverein CH-8594 Güttingen (FVG)

Zeit: 9.00 – 13.00 Uhr

Ort: Mehrzweckanlage Rotewis
CH-8594 Güttingen am Bodensee

Samstag, 2. November. Die Fischerzunft Diessenhofen lädt zum traditionellen Freundschaftsfischen ein.

Samstag, 2. November. Die Fischerzunft Diessenhofen lädt zum traditionellen Freundschaftsfischen ein.

Am Samstag, 2. November 2019 führt die Fischerzunft Diessenhofen das jährlich stattfindende Fischessen und Freundschaftsfischen in der Rhyhalle durch. Gebackene Chretzer und Felchen-Chnusperli, eine reichhaltigen Tombola, Kuchenbüffet und vieles mehr werden ab 11.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr angeboten.

Da das Fischen auf Äschen bis auf weiteres leider nicht möglich ist, haben wir von der Fischerzunft uns entschlossen in diesem Jahr auf Alet zu fischen, was nicht weniger spannend ist.

Interessierte Fischerinnen und Fischer können ab 06.30 Uhr in der Rhyhalle, Diessenhofen für 30.– Fr. eine Teilnahmeberechtigung lösen. Für Fischer ohne Jahreskarte werden, nach vorweisen der Thurgauer Fischerkarte, Tageskarten für 20.– Fr. verkauft. Im Startgeld inbegriffen ist eine Portion Fisch und bei mindestens einem gefangenen Alet ein Preis vom Gabentisch. Gefischt wird von 08.00 Uhr bis 14.00 Uhr im Rhein auf rund 6.6 km Länge im Gewässer der Fischerzunft Diessenhofen. Für Fragen steht der Zunftmeister Roman Senn gerne unter der Telefonnummer +41 79 508 79 85 zu Verfügung.

Die Fischerzunft Diessenhofen freut sich auf Ihren Besuch und wünscht Ihnen jetzt schon viel Petri Heil.

Kantonale Volksinitiative Biodiversität Thurgau, wir sind dabei!

Kantonale Volksinitiative Biodiversität Thurgau, wir sind dabei!

Eine breite Allianz von Umweltverbänden und Parteien lanciert eine Volksinitiative zur Förderung der Biodiversität. Damit soll die Biodiversität gesetzlich verankert und der Kanton verpflichtet werden, eine kantonale Biodiversitätsstrategie zur entwickeln und jährlich zusätzlich drei bis fünf Millionen Franken zur Verfügung zu stellen.

Die neun Partnerorganisationen Birdlife Thurgau (Thurgauer Vogelschutz), CVP Thurgau, EVP Thurgau, Fischereiverband Thurgau, glp Thurgau, Grüne Thurgau, Kommission Kirche und Umwelt der kath. Landeskirche TG, Pro Natura Thurgau und WWF Thurgau sind davon überzeugt, dass jetzt gehandelt werden muss. «Ich bin sicher, dass das Anliegen in der Bevölkerung auf guten Anklang stösst und die 4’000 nötigen Unterschriften bald beisammen sind,» sagt Kurt Egger, Sprecher des Initiativkomitees und Präsident der Grünen Thurgau.

Die zusätzlichen finanziellen Mittel sollen vor allem zur Umsetzung des Aktionsplans Biodiversität des Bundes eingesetzt werden. Der Bund unterstützt Massnahmen unter der Bedingung, dass sich der Kanton in ähnlichem Umfang an der Finanzierung beteiligt. Diese kantonalen Mittel für die Umsetzung von Massnahmen des Aktionsplans sollen mit der Initiative sichergestellt werden. Wichtig ist auch die Aufstockung der personellen Ressourcen beim Kanton, damit Gemeinden, Organisationen und Privatpersonen sensibilisiert und begleitet werden können.

Die Biodiversität geht in der Schweiz und im Kanton Thurgau seit Mitte des 19. Jahrhunderts, verstärkt seit Mitte des 20. Jahrhunderts, zurück. Dieser Negativtrend konnte trotz grosser Anstrengungen bisher nicht gestoppt werden. Der Biodiversitätsschwund beeinträchtigt die Robustheit der Ökosysteme und gefährdet damit langfristig die wirtschaftliche Entwicklung
und unsere Lebensqualität. Der Biodiversitätsrückgang und dessen Auswirkungen werden
bisher kaum wahrgenommen. 75% der Insekten sind in den letzten 27 Jahren verschwunden. Um eine Trendwende einzuleiten, braucht es deutlich grössere Anstrengungen in allen Gesellschafts- und Politikbereichen und von jedem Einzelnen. Es geht um sehr viel, denn alle Ökosystem-leistungen basieren auf der Biodiversität. «Die Natur braucht den Menschen nicht, der Mensch braucht die Natur», meinte dazu Toni Kappeler, Präsident von Pro Natura Thurgau.

Es geht primär um Schutzgebiete von nationaler Bedeutung (z.B. Bommer Weiher, Hudelmoos), es geht um die Aufwertung und Vergrösserung von Waldreservaten, um die Förderung von National prioritären Arten wie Bodenseevergissmeinnicht, Eisvogel, Feldhase, Mauswiesel, Fledermausarten, Äsche, verschiedene Insektenarten. Arten können nur gefördert werden, indem ihr Lebensraum aufgewertet wird. Das heisst: unzählige andere Tier- und Pflanzenarten profitieren mit. Es geht um Massnahmen an unseren Verkehrsinfrastrukturen – z.B. eine Wildbrücke – es geht um die Natur im Siedlungsraum.